Hintergrundinfo's für diejenigen, die den Ansatz besser verstehen wollen

Ökumenisch

#OKIAD ist ein ökumenisches Projekt, weil die Zeit vorbei ist, in der Kirchen sich gegenseitig an- oder gar niedermachen. Heute geht es nur gemeinsam, weil uns Kirchen mehr verbindet als trennt.

Kirche für das 21. Jahrhundert

Es gibt unzählige Konferenzen und Bücher zum Thema Anschlussfähigkeit der Kirche an die moderne Zeit und Gesellschaft. Wir probieren unseren eigene Weg zu gehen... Der beginnt nicht mit Appellen an bestimmte Gefühle oder die Mitmenschlichkeit, dem Beschwören der guten alten Zeit, nicht mit der Gläubigkeit von modernen abstrakttheoretischen Philosphiemodellen. Er beginnt vielmehr einfach bei dem wie wir als Menschen sind - alle miteinander. Er beginnt also beim Menschenbild. Das ist spannend genug, um die moderen Welt ein wenig besser zu verstehen und Glauben so neu zu sortieren.

#OKIAD ist offen

Wenn Sie Lust haben, mehr zu erfahren, kontaktieren Sie uns. Vielleicht machen Sie dann auch bei #OKIAD direkt mit. Auch außerhalb von Burgau... Wäre klasse!
Wir beantworten aber auch gerne einfach  Fragen, thologische und untheologische,  ... aber hoffentlich in jedem Fall ernstgemeinte.

#OKIAD Kirche im Abseits

#OKIAD ist nicht der einzige Weg, der Kirche anschlussfähig machen kann. Das ist uns auch klar. Aber ein neuer...

Wir wollen als Burgauer Kirchen einen Weg gehen, den Glauben neu zu begründen. Und dass, ohne Traditionen über Bord zu werfen, ohne an Gefühle zu apellieren und so jeden Menschen zu überfordern, ohne in alte Begründungsmuster zu verfallen, die moderne Menschen nicht abholen und, ganz ehrlich, uns auch nicht mehr. Denn: Die frommen Begründungen von gestern, sind heute manchmal nur noch Phrasen, die maximal ein Gähnen hervorbringen.

Wir haben keine christlichen Konferenzen besucht (wovon es irgendwie ziemlich viele gibt), sind nicht Teil einer Bewegung (von denen es auch sehr viele gibt) - wir hatten einfach nur den Eindruck losgehen zu müssen. Dazu gab es eine Menge Arbeit und Überlegungen. Aber vor allem wir wollten einfach mal anfangen, etwas zu ändern. 

Insofern unterscheidet sich #OKIAD von vielen anderen Versuchen, die manchmal zu wenig theologisch fundiert sind, die manchmal zu euphorisch angelegt sind oder die manchmal auch einfach intellektuell zu wenig reflektiert sind und so am modernen Menschen auch vorbei gehen. Vielleicht gelingt uns das ja ein wenig besser.

Wir wollen losgehen und Glauben neu denken und dabei Fragen zulassen, die sich alle moderne Menschen heute stellen. Ob Christ oder nicht... Die Chance, die wir haben, liegt gerade darin, diese Fragen zuzulassen und genau zuzuhören. Und sie eben nicht als zu "wenig geistlich" oder gar "sündig" abzutun. Kirche hat sich zu oft ihre Parallelwelt aufgebaut und ihre eigenen Überzeugungsstrukturen geschaffen. Das ist ihr gutes Recht und das macht jede Partei und jedes Unternehmen auch so. Aber Kirche will eine Botschaft haben, die überzeugt und muss darum ihre eigenen Denkstrukturen hinterfragen und nicht den modernen Menschen abtun. 

Es geht uns zuerst nicht um äußere Formen. Die sind auf jeden Fall auch wert, neu bedacht zu werden. Wir müssen nicht als erstes über Strukturen reden, die man immer verbessern kann und wo es schon viele Konferenzen und Maßnahmen gibt. Das ist alles wichtig. Es hilft auch nicht Kirche einfach emotionaler zu machen. Was nicht schlecht wäre. Aber was Kirche ausmacht, ist eine Botschaft zu haben. Also ist theologische Arbeit notwendig und grundlegend.
Vielleicht ist das der Kernpunkt unserer Entdeckung. Auch wenn es viele Ansätze gibt, die andere Kernpunkte definieren, von außen (und innen wohl auch) betrachtet ist Kirche eine Insitution, die eine Botschaft hat. Neben vielen anderen auch. Nichts Besonderes eben. Darum ist hier unser Ansatz.

Die Kirche hatte immer die Fähigkeit, ihre Botschaft den zeitlichen Bedingungen anzupassen, also den Überzeugungsstrukturen der jeweiligen Zeit. Diese Fähigkeit hat sie immer noch und hier setzen wir an. Weil die Bibel diese Weite in sich trägt. Unsere Dogmatik und theologischen Anschauungen atmen diese Weite manchmal nicht, die Bibel und die ersten Christen schon.

Die Botschaft neu zu begründen und so nachdenkenswert zu machen, ist das Ziel von #OKIAD. Wir begeben uns also auf einen Weg, der abenteuerlich ist. Weil es in der Kirche nicht um die Selbstversicherung von alten Dogmen geht, sondern um das immer wieder Neuentdecken von Glauben. Und so von Gott.

Kirche ist in Deutschland auf dem Rückzug. Christen verteidigen heute ihre Kirche oft, ohne aber dass es noch Angriffe gäbe. Den modernen Menschen ist Kirche egal. Das ist unsere Situation. Und das ist die Chacne von Kirchen, sich neu zu erfinden und neu zu besinnen, was der Kern ist und das in neue Formen und neue Formulierungen, in neue Begründungen zu gießen. Vielleicht in der Weise, dass wir diese Egal-Haltung ja genauso bei uns entdecken und zulassen und nicht gleich wegglauben oder weglobpreisen, oder mit überkommenen theologischen Formulierungen abtun. Alle moderne Menschen sind in einer Krise, Christen genauso. Es ist eine Krise, mit der man durch den Glauben umgehen kann. Das ist unsere Idee.

Im Prinzip ist es ganz einfach. Wir müssen nur als moderne Menschen die Bibel lesen und uns neu inspirieren lassen. Und eben nicht mit unseren Meinungen, die manchmal 50 oder 200 Jahre alt sind, an das Neuverstehen herangehen. Wer versucht, möglichst ohne Brille die Bibel zu lesen, wird sie neu entdecken. Alte Phrasen und Überzeugungen müssen auf den Prüfstand.

Da geht es uns im Prinzip wie vielen anderen Organisationen, Institutionen, Parteien, oder auch der Wirtschaft oder den Wissenschaften. Auch hier wäre ein Erneuerungsprozess notwendig. Aber den verschlafen wir alle miteinander... Auch da hält man an überkommenen Meinungen und hrangehensweisen fest und manövriert sich in die Sackgasse.

Unser Ansatz ist das Menschenbild. Denn: Wir brauchen alle ein neues und modernes für unserer Gesellschaft. 
Sonst hat Kirche keine Funktion mehr in der Gesellschaft. Und: Ohne ein solches Menschenbild zerrinnt der Glaube selber selbst den Gläubigen zwischen den Fingern.
Ohne ein tragfähiges Menschenbild sortieren wir das mit den modernen Wissenschaften, den aktuellen Wirtschaftsideen und der realen Politik auch nicht mehr richtig.  

Genau dieses Gefühl haben wir heute als moderne Menschen. Es wird eben Zeit, alles auf den Prüfstand zu legen. Denn: Die Krise der Kirche spiegelt die Krise der Gesellschaft wieder. 

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