Die #OKIAD- Erklärung

#OKIAD Kirche

1. Wir stellen fest,

* dass wir als Kirchen keine allzu große Bedeutung mehr für Menschen in unserem Land haben.

* dass das Leben uns Kirchen, nach Ansicht vieler, längst überholt hat.


* dass wir nur noch an manchen persönlichen oder anderen Feiertagen oder bei Diskussionen zur Moral rausgekramt werden.

* dass uns eine Menge Fehler vorgeworfen werden. Und das an zu vielen Stellen nicht zu unrecht.


2. Wir melden uns als Christen aber zurück, weil

* wir eine Menge Erfahrung haben im Fehler machen, aber auch in der Lage sind, diese zu reflektieren und daraus zu lernen.


* wir inzwischen tatsächlich überholt sind. Aber bei dem Tempo von Veränderung, dass die Gesellschaft gerade an den Tag legt, werden wir alle überholt vom Leben. Und das dreimal am Tag. Wir sind also mit allen Menschen und Institutionen, mit der Politik, den Wissenschaften und der Wirtschaft in bester Gesellschaft.

* wir aufgrund unserer Erfahrungen auch heute noch etwas zu sagen haben.



3. Wir haben keine Lust mehr darauf,

* dass wir als Kirchen auf das Thema Ethik reduziert werden - Wir sind weder Spaßbremse noch Richter.


* dass wir nur für religišse Fragen zuständig sind - Wir stehen mitten im Leben.


* dass wir für die gute Stimmung bei Festen sorgen sollen - Wir sind keine Deko.

* dass wir bei Wertediskussionen als Feigenblatt herhalten müssen - Werte sind menschlich, nicht kirchlich.


* dass wir auf unsere Fehler reduziert werden - Wir sind nicht fehlerfrei, wie alle anderen auch.


4. Wir haben verstanden,

* dass wir zu oft falsch abgebogen sind was aber auch irgendwie menschlich ist, aber nicht billig entschuldbar.

* dass wir manchmal ins Abseits gelaufen sind da sind wir in guter Gesellschaft.

* dass wir selber den Glauben neu verstehen müssen, um ihn verstehbar zu machen - denn jede Zeit hat ihren eigenen Charakter und die Wahrheiten von gestern sind darum heute oft nur noch Floskeln.


5. Wir wollen

* ehrlich ins Gespräch kommen und lernen, weil schnelle Antworten keinem helfen.


* das alles nochmal neu sortieren mit dem Leben, Gott und der Bibel.

* uns einmischen und zum Leben was sagen, weil unsere Perspektive ein Gewinn sein kann

* Menschen herausfordern


6. Wir werden

* uns als Christen neu aufmachen.

* versuchen, den langen Weg zu gehen. Denn wir haben einen Weg vor uns. Aber besser loslaufen und manchmal auch stolpern, als sich verstecken und in Geschichtsbüchern versinken.


7. Wir starten neu

* beim Menschen und versuchen den Menschen neu in den Blick zu nehmen. Denn: Es gibt viele Menschenbilder, die in unserer Gesellschaft miteinander konkurrieren, dem wollen wir uns mit einem eigenen Menschenbild stellen. Ein Menschenbild, das vielleicht zutreffender ist.


* mit der Bibel in der Hand, weil das das Buch ist, was Kirche ausmacht. Darum werden wir manche Staubschicht wegwischen und die Texte neu lesen müssen.


* indem wir, ohne rückwärtsgewandt zu sein, das Alte reflektieren und neu entdecken. Weil bei allen Zukunfts-Visionen und -Träumen man nur aus der Geschichte lernen kann, um die Zukunft zu gestalten.

8. Wir sind der Meinung,

* dass christlicher Glaube sinnvoll ist und zwar gerade für uns Menschen heute. Weil er die Substanz hat, modernen Menschen etwas zu sagen und zu ihrem Leben etwas Wertvolles beizutragen.

* dass wir darum als Kirche eine konstruktive Rolle einnehmen sollen und können.



Wir sind überzeugt:

Ohne Kirche ist auch doof

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